Kulturhauptstadt HI2025 - Gemeinsam zum Titel

Hildesheim auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt

Der Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt unterstützt die Bewerbung Hildesheims zur Kulturhauptstadt Europas! Superintendent Mirko Peisert sieht die Bewerbung auch als Chance für die Kirchen in Hildesheim.

2025 soll, neben einer Kulturhauptstadt in Slowenien, zum vierten Mal auch eine deutsche Kulturhauptstadt gekürt werden. Bis 2019 muss dafür die Bewerbung abgegeben werden. 2020 wird die Jury den Sieger prämieren. Neben Hildesheim bewerben sich aktuell u. a. Hannover, Magdeburg, Chemnitz, Dresden, Zittau und Nürnberg.

Unbestritten ist, dass die beiden großen Kirchen in Hildesheim entscheidende Kulturträger der Stadt sind. Die lutherischen Gemeinden bieten insbesondere mit ihrem umfangreichen kirchenmusikalischen Programm einen bedeutenden Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt. Der Kirchenkreis hat mit der Einrichtung des Literaturhauses St. Jakobi darüber hinaus einen weiteren spannenden Akzent im Kulturleben Hildesheims gesetzt. Aber auch die kirchlichen Kitas, die Bugenhagen-Hochschule oder der Kirchenkreisjugenddienst sind wichtige Akteure, wenn es um kulturelle Bildung geht. Schließlich steht die evangelische Kirche in Hildesheim mit der Michaeliskirche und der Orgellandschaft gleich zweimal für Weltkulturerbe!

Doch das Bewerbungsverfahren fragt noch viel weiter nach Kultur im Sinne der alltäglichen und grundlegenden Prägungen einer Gesellschaft. Und es geht vor allem um die Zukunft: Wie sollen sich Hildesheim und die Region weiter entwickeln? Was sind die gesellschaftlichen Leitlinien für die Zukunft?

In der Bewerbung geht es darum, gesellschaftliche Fragen aufzuspüren, die für ganz Europa relevant sind, z.B. die Rolle der Religion für das Miteinander einer Stadtgesellschaft, die Beziehung zwischen Stadt und Land oder aber der Umgang mit Leerstand in einer City. Für die Kirchen ist es entscheidend, an diesem Diskussionsprozess über Zukunftsstrategien teilzunehmen, wenn sie nicht in einer Nische verschwinden wollen. Zumal die Kirchen viel für die Qualität des Zusammenlebens leisten und einbringen können.

Beim Stadtjubiläum oder dem Tag der Niedersachsen haben die Hildesheimer erst kürzlich gezeigt, dass sie Großes auf die Beine stellen können und dass das intensive und konstruktive Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure wichtige und positive Kräfte mobilisiert. Der Kirchenkreis war und ist dabei!