Ja zur Zukunft – die Theologie Karl Barths

Hildesheim. Der Schweizer Theologe Karl Barth (1886-1968) gilt als eine der mutigsten Stimmen im Protestantismus und wird gar als „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er wandte sich gegen den Nationalsozialismus, gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und gegen die Konsumgesellschaft. Sein umfangreiches Werk beeinflusst bis heute die reformierte und lutherische Theologie und hat viele Theologen in ihrer Studienzeit geprägt. Im Dezember 2018 jährte sich sein Todestag zum 50. Mal. Der Jahrestag gab den Anstoß zu einem Gemeindeseminar, zu dem die Christusgemeinde Hildesheim jetzt einlädt.
An sieben Abenden sollen den Teilnehmenden die Gedanken Karl Barths jeweils unter einer anderen Themensetzung näher gebracht werden. Dabei sollten sich Interessierte nicht von dem umfangreichen Werk Barths einschüchtern lassen, meint Organisator Gerd Meyer-Lochmann, Pastor der Christusgemeinde: Die Inhalte seien zwar anspruchsvoll, würden aber auch für interessierte Laien verständlich dargeboten.
Dabei soll es neben den geplanten Vorträgen von ihm und drei weiteren Geistlichen auch zu einem Austausch mit den Zuhörenden kommen. „Karl Barth hat unserer Kirche und den Gemeinden viel zu sagen“, findet Pastor Meyer-Lochmann. „Er hat die Theologie auf neue Grundlagen gestellt.“ So ist die Veranstaltungsreihe denn auch überschrieben „Ja zur Zukunft – die Theologie Karl Barths als Wegweiser für heute“.
Teilnehmende können zu allen sieben oder nur zu einzelnen Veranstaltungen kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Abende finden jeweils donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr in der Christus-Kirchengemeinde, Zierenbergstraße 23, statt. Ein geselliges Beisammensein nach 21 Uhr ist möglich.
Zum Abschluss der Reihe am 20. Februar spricht Jürgen Plötze über Karl Barth als Seelsorger unter dem Titel „Wir alle sind ja in der besten Hand“. Denn der kluge Theologe und leidenschaftliche Prediger wurde vielen auch zum Seelsorger, zeigte in Briefen und Gesprächen Witz und Humor und fand selbst Trost in den Liedern seiner Kindheit.

Wann