Aktion zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus in der Nordstadt.
Mit einer Lichtinstallation an der Martin-Luther-Kirche und einer Veranstaltung in der Robert-Bosch-Gesamtschule beging das Bündnis „Ins Licht gerückt – für Vielfalt, Gewaltfreiheit und Menschenrechte“ am 27. Januar den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.
„Im Jahr 2025 setzt sich weltweit wieder das vermeintliche Recht des Stärkeren durch – genauer: das Recht des militärisch Stärkeren“, sagte Pastor Lutz Krügener zur Eröffnung. Sicher geglaubte Grundlagen wie das Völkerrecht oder die Menschenrechte erschienen zunehmend als bloße Optionen, „aber nicht mehr als verbindlich“. Umso dringlicher sei es, verbindende und versöhnende Perspektiven zu stärken – im Bewusstsein, „dass wir eine Menschheitsfamilie sind und nur gemeinsam zu einem guten Leben für alle finden können“.
Krügener erinnerte dabei an das Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer: „Seid Menschen, seid menschlich. Es gibt kein jüdisches, christliches oder muslimisches Blut – nur menschliches.“
Die Veranstaltung „Ins Licht gerückt“ fand bereits zum fünften Mal statt und wird von einem breiten Aktionsbündnis getragen.