Christiane Meiners, geboren 1963 in Hameln, ist im niedersächsischen Bad Münder aufgewachsen. Dort engagierte sie sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und legte damit den Grundstein für ein Berufsleben, das Kirche stets als gestaltbaren Raum verstanden hat.
Nach ihrer Ausbildung zur Sparkassenkauffrau studierte sie Religionspädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Hannover. 1988 begann sie ihre Tätigkeit als Diakonin in der reformierten Gemeinde Bremen-Blumenthal. Dort arbeitete sie mit Kindern und Jugendlichen, begleitete Konfirmand*innen und war Teil des konziliaren Prozesses. Die Weiterentwicklung der Gemeinde zu einer ökologischen Gemeinde bildet ein frühes Beispiel für ihr Interesse an strukturellem Wandel und verantwortlichem Handeln.
1994 wechselte Christiane Meiners als Referentin zur Evangelischen Jugend der Landeskirche Hannovers. Im Rahmen des niedersächsischen Modellprojekts „Mädchen in der Jugendarbeit lag ihr Schwerpunkt auf der Fortbildung haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitender sowie auf konzeptioneller Arbeit. Gemeinsam mit einem Referenten für Jungen- und Männerarbeit entwickelte und implementierte sie den Ansatz einer reflektierten Koedukation. Ein weiterer Arbeitsbereich war der Umgang mit sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext.
1998 folgte der Wechsel ins Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Dort übernahm sie die Leitung des Referats für FSJ und Freiwilligendienste, später auch für den Zivildienst. 2007 wurde sie Bereichsleiterin für den neu geschaffenen Bereich Administration, Logistik und Service. Dazu gehörten unter anderem Buchhaltung, IT, Personalwesen, Zentrale Dienste sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Zusätzlich übernahm sie die Aufgabe der Qualitätsmanagementbeauftragten. Das Werk wurde unter ihrer Verantwortung nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Seit November 2025 leitet Christiane Meiners das Projekt Friedensort Hildesheim. „Lernen, eine Welt zu sein“ – der Name steht programmatisch für das, was ihren beruflichen Weg verbindet: Bildung als Beziehungsgeschehen, Frieden als Lernprozess – und die Überzeugung, dass Gesellschaft nichts Fertiges ist, sondern immer wieder neu gestaltet werden muss. Christiane Meiners bringt dafür viel Erfahrung, Klarheit und eine Beharrlichkeit mit.
Von Heribert Schlensok