Ketten sprengen, Mauern durchbrechen.

Nachricht Hildesheim, 03. März 2026

Interaktiver Jugendkreuzweg in der Andreaskirche

Ein interaktiver Jugendkreuzweg lädt bis zum 18. März 2026 in die Andreaskirche ein. Unter dem Leitwort „dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen“ haben Schülerinnen und Schüler, Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie eine Frauengruppe des Diakonischen Werks mehrere Installationen gestaltet. Besucherinnen und Besucher können dabei eigene Erfahrungen von Ausgrenzung, Hoffnung und Gemeinschaft reflektieren.

Organisiert hat die Ausstellung Diakonin Katrin Bode vom Kirchenkreisjugenddienst. Die Stationen greifen Fragen auf, die viele junge Menschen beschäftigen: Wann fühle ich mich verstanden? Wie gehe ich mit Sorgen um? Und wo finde ich Unterstützung?

Die Frauengruppe des Diakonischen Werks brachte Erfahrungen zu Migration und Flucht ein. QR-Codes führen zu aufgezeichneten Berichten – persönliche Geschichten von Ausgrenzung, Hoffnung und Neubeginn.

Mehrere Stationen laden zum Mitmachen ein. In einem Parcours können Besucherinnen und Besucher mit gefesselten Beinen gehen oder Kettenglieder aufbiegen und symbolisch Fesseln sprengen. An einer anderen Station mit umgestürzten Stühlen und einem zerbrochenen Spiegel geht es um das Gefühl des Verlorenseins: Gedanken und Sorgen können aufgeschrieben und in eine Box geworfen werden.

Eine Szene mit einer als Bettlerin verkleideten Puppe stellt die Frage, wie schnell Menschen andere abstempeln. Ein weiterer Parcours erinnert an den schweren Weg Jesu. Wer ihn geht, trägt Steine als Zeichen für Sorgen und Lasten, die am Ende an ein großes Kreuz gehängt werden können.

Eine Küche mit großem gedecktem Tisch steht für Gemeinschaft. Auf Tellern stehen Fragen wie: „Wie kannst du eine Person in deinem Umfeld unterstützen?“ Die Antworten werden auf kleine Zettel geschrieben und an einen großen WG-Kühlschrank geheftet.

„Nicht an der Oberfläche stehen bleiben, sondern genauer hinsehen: Was steckt hinter einer Geschichte, hinter einem Menschen, einem Schicksal? Dazu geben die Arbeiten der Jugendlichen ungewöhnliche Impulse“, sagt Katrin Bode. Weitergehen heiße nicht wegzuschauen, sondern im Vertrauen darauf zu handeln, dass Jesus Christus begleitet und trägt.

Beteiligt sind die Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die Robert-Bosch-Gesamtschule, die Neuapostolische Gemeinde, die Martin-Luther-Gemeinde sowie das Projekt „Frauen gemeinsam in die Zukunft“ des Diakonischen Werkes.

Der Kirchenkreisjugenddienst bietet Führungen für Schulklassen, Konfirmandengruppen und Erwachsenengruppen an.

Kontakt:
Kirchenkreisjugenddienst
Telefon 05121/2963630
E-Mail: kkjd.hildesheim-sarstedt@evlka.de

Von Heribert Schlensok